Konzeption und Entwicklung SRF-Dokserie «Televisionen»
Im Auftrag von SRF Spezial haben wir eine Dokserie konzipiert und die Pilotfolge umgesetzt. «Televisionen» soll die eigene Geschichte und die institutionelle Macht in der Erzeugung von stereotypen Bildern des nationalen Fernsehens widerspiegeln. Die Serie basiert ausschliesslich auf Material aus dem Archiv des Schweizer Fernsehens von den 1950er-Jahren bis heute.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht eine Erzählstimme, die nicht dem für das Fernsehen üblichen Prinzip folgt. Sie untergräbt den Modus des klassischen «Voice-Overs», indem sie aus der Ich-Perspektive erzählt und in die Rollen der verschiedenen Stereotype schlüpft. Diese Erzählperspektive soll Irritationen auslösen und das Publikum dazu anregen, den zeitlichen Index der Erzählung zu betrachten. Wer spricht da? Wann ist es passiert? Sind wir noch im selben Zeitalter oder haben wir diesen Stereotyp überwunden?

Die erste Episode «Ausländer» feierte in einer 60-minütigen Vorabfassung an den Solothurner Filmtagen 2018 Premiere. Die fertige, 40-minütige TV-Fassung wurde am Dienstag, 27. November 2018 auf SRF 2 im Rahmen des Themenabends «Fremdes Pack & Füdlibürger» ausgestrahlt. 

Synopsis
Am 1. Januar 1958 sendet das Schweizer Fernsehen das erste Bild über den Äther in die Stuben der Schweiz. Seit diesem Moment prägen die bewegten Bilder, wie wir uns und unsere Mitmenschen wahrnehmen. Bilder wie jene der Fremden, der Schmarotzer, der Arbeiter und der Helden. Der Kriminellen und der Kriegsopfer. TELEVISIONEN reist mit verschiedenen Stereotypen durch die Zeit und gibt ihnen eine Stimme.




Idee & Regie Fabian Kaiser, Luca Ribler
Produktion Schweizer Radio und Fernsehen, SRF Spezial
Mitarbeit Drehbuch Anja Conzett
Historiker Lukas Nyffenegger
Montage Fabian Kaiser
Musik & Sounddesign Claudio Bucher
Sounddesign & Mischung Gina Keller
Produktionsleitung Muriel Bondolfi
Redaktionsleitung Karoline Wirth, Martin Schilt