Dokumentarfilm «Plötzlich Heimweh» von Yu Hao – Postproduktion
12 Jahre lang filmte Yu Hao in der Schweiz und in China. Aus den unzähligen Stunden Material ist ein berührender Dokumentarfilm entstanden, der voraussichtlich Anfang 2020 im Kino und Mitte/Ende 2020 im TV zu sehen sein wird. Neben der Montage waren wir für den ganzen Postproduktionsprozess sowie  die Umsetzung des Trailers verantwortlich.

Der Film läuft zurzeit in verschiedenen Kinos in der Deutschweiz, unter anderem im Kinok in St.Gallen.  2020 wird der Film ausserdem im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt.



Rastlos und erfolgreich: Die junge Filmemacherin Yu Hao ist immer auf Achse, berichtet fürs chinesische Fernsehen über andere Kulturen und reist von Peking aus um die Welt. Bis sie sich im idyllischen Appenzell verliebt. Diese Reise stellt Bestehendes in Frage und eröffnet neue Perspektiven: Die Chinesin entscheidet sich, für die Liebe in die Schweiz zu ziehen.
Ausgerüstet mit ihrer Kamera erkundet Yu Hao das fremde Appenzellerland. Dabei lernt sie Menschen kennen, die im Einklang mit der Natur leben, Traditionen pflegen und in ihrer Heimat verwurzelt sind. Die Begegnungen konfrontieren sie mit starken Zweifeln, denn das Gefühl, an einem Ort zuhause zu sein, ist ihr selber fremd. Kann sich das in der Schweiz ändern?

«Plötzlich Heimweh» erzählt von der anhaltenden Suche nach Identität und Zugehörigkeit. Yu Hao gelingt es, ihre eigene Migrationsgeschichte mit einem aussergewöhnlichen Porträt der Schweiz zu verweben: Sie hält die Besonderheiten des Appenzeller Brauchtums aus nächster Nähe fest und stellt gleichzeitig globale Sinnfragen. Eine dialogische Auseinandersetzung, die in starken Bildern den Bogen von der chinesischen Megacity zum unberührten Alpstein spannt.

Regie Yu Hao
Buch Yu Hao, Fabian Kaiser
Kamera Yu Hao, Zhao Kangcheng, Bjorn Lindroos
Montage Fabian Kaiser
Musik Tobias Preisig
Sounddesign & Mischung Gina Keller
Produktion Ernst Hohl, Hao Production
Koproduktion SRF Schweizer Radio und Fernsehen
Postproduktion Drehtag
Leitung Postproduktion Luca Ribler